In Personaler - Arbeitsrecht

von Prof. Dr. iur. Thorsten S. Richter

1 Schritt:  

Denkweisen, Ängste, Vorbehalte, Ziele & Co. kennenlernen und systematisch angehen

Wichtig für den Erfolg jeder Veranstaltung (digital oder direkt) ist die Klärung folgender Dinge:

Wo stehen Sie gerade?

  • schlechte Erfahrungen mit Digitalem?
  • alte Denkweisen?
  • Ängste sich zu blamieren?

Denkweise, Angst, Vorbehalt 1 “Man lernt online schlechter!”

  • Tipp 
  • Sich bewußt werden, dass das bei einigen Lernenden so sein kann
  • hängt vom Fach, von der Darstellungsweise, Zuhörern ab
  • wenn man es nicht ausprobiert, kann man es nicht herausfinden

 

Denkweise, Angst, Vorbehalt 2 “Flut an Programmen. Davon das richtige für mich zu finden! Mangelnde Kenntnis der Möglichkeiten, z.T. fehlendes Wissen”

  • Tipp 
  • Sich für eins mal entscheiden und Tests machen
  • einfach anfangen und loslegen, auf dem Weg lernen
  • Mut haben, das Tool/Programm zu wechseln
  • Inhalte allgemein abspeichern, Tool-unabhängig
  • sich in Communities aufhalten, die Erfahrung teilen

Denkweise, Angst, Vorbehalt 3 “Ich habe sachsenspezifische und hochschulspezifische rechtliche Unsicherheiten”

  • Tipp 
  • sich vom Vorgesetzten Rückhalt holen
  • einzelne Fragen vorbringen und Verhaltensweisen ankündigen, wenn keine Antwort kommt
  • mutig sein
  • private Erfahrungen sammeln, außerhalb der Hochschule

Denkweise, Angst, Vorbehalt 4 “Studierende fühlen sich ob der Fülle der unterschiedlichen Angebote ueberfordert”

  • Tipp 
  • unter den Lehrenden auf gewisse Standards einigen
  • Studierende intensiv am Anfang über die Bedienung, Vorzüge und evtl. auch Nachteile bestimmter Angebote schulen

Denkweise, Angst, Vorbehalt 5 “Die Übung fehlt!”

  • Tipp 
  • Anfangen und auf dem Weg lernen
  • jeder hat mal klein angefangen
  • Das Gegenteil von Erfolg ist nicht Misserfolg, sondern nichts tun, Aufgeben!
  • Nicht am Design zu lange sich aufhalten: wenn man sich später nicht für sein anfängliches Design schämt, hat man auf das Design anfangs zu viel Zeit verschwendet
  • Scham ablegen und offen sagen, dass alles im Aufbau ist
  • um Tipps und Anregungen bitten
  • Angst, sich zu Blamieren verlieren

 

Ziele

Wo wollen Sie hin mit ihren digitalen Projekten?

  • Wollen Sie Einsparpotentiale finden?
  • Wollen Sie wieder “gesehen” werden u.a. von den digital Natives,
  • Wollen Sie nicht zum “Alten Eisen” gehören?
  • Was kennzeichnet Ihre Zielgruppe?

Ziel 1 Ur-Schleim nicht dauernd wiederkauen müssen

  • Tipp 
  • immer wiederkehrende Inhalte ausfindig machen

Ziel 2 “gesehen” werden u.a. von den digital Natives

  • Tipp 
  • eine Social Media Präsens haben
  • gerne auch durch die Teilnehmer selbst etwas posten lassen

Ziel 3 Zuhörer sollen orts- und Zeitunabhängig dann lernen können, wenn sie selbst am Besten lernen können

  • Tipp 
  • deshalb mögliche Wochenpläne vorgeben, die aber nur hinsichtlich von Präsens-Tagen verbindlich sind

Ziel 4 Sprechstunde für große Gruppen anbieten

  • Tipp 
  • Tag angeben, an dem man sich unter einem bestimmten Tool, wie z.B. ZOOM trifft
  • und dan dem man Fragen stellen kann
  • auch gut: livestream auf YouTube Kanal, auf dem die Teilnehmer in den Chat schreiben können

Ziel 5 Lerneffekte bei Studierenden verbessern Einsparpotentiale

  • Tipp 
  • regelmäßige Evaluationen machen, gerne am Ende jedes Videos, jeder online-Vorlesung um Feedback in den Chat oder mündlich verlangen
  • zu Beginn einer online-Vorlesung um Feedback fragen
  • Befragungen online starten
  • Statistiken führen lassen, ob und wie sich die Abbrecherquote verändert hat

Ziel 6 Zusammenhänge verdeutlichen, die mit Skript/Folien so nicht rüberkommen

  • Tipp 
  • häufig missverstandene Zusammenhänge in Videos erklären – Einzelvideo nur zu einem “Mini-Problem”

Methoden-Mix, d.h viele verschiedene Zugänge dem Lernenden ermöglichen, z.B. 

  • über Fallstudien, gelöste oder ungelöste, 
  • Beispiel-Videos von anderen Autoren, 
  • Muster zeigen, 
  • Muster selbst schreiben lassen und dafür Pause in der Online-Vorlesung geben

Ziel 7 Ich würde gern eine vorbereitete Skizze weiter bearbeiten. Ich behelfe mich mit Photoshop, in dem ich  auf den vorher zugeschickten Studenten-pdf’s bzw. JPG’s live skizziere. Mühsam. Gibt es eine geschicktere Möglichkeit?

  • Tipp 
  • Konkrete Darstellungsprobleme mit anderen Werkzeugen neu erstellen, z.B. Grafikprogrammen oder Zoom-Whiteboard-Funktion
  • evtl. Skzzen in Google-Drive schreiben und vor den Studierenden weiterbearbeiten

Hindernisse, Limits

Was hindert sie an der Erreichung Ihrer Projektziele?

  • Inhalte nicht digital vorhanden?
  • Angst vor dem Mehraufwand der Digitalisierung?
  • Fehlendes Technikwissen? 
  • zu wenig oder keine Unterstützung im Umfeld?

Hindernis 1 Fehlende Kenntnisse über Möglichkeiten

  • Tipp 
  • Webinar über Blended Learning machen
  • gute Beispiele auf YouTube ansehen
  • Webinar von anderen besuchen

Hindernis 2 Fehlende Kenntnisse über Tools

  • Tipp 
  • YouTube-Videos ansehen
  • In Community sein, z.B. bei Prof. Richter

Hindernis 3 Zeitaufwand ist zu groß

  • Tipp 
  • Kooperationen eingehen, auch mit Studierenden
  • systematisieren
  • Automatisieren
  • Vorlagen verwenden
  • fertige Inhalte, Videos von anderen einbinden

Hindernis 4 Technische Probleme

  • Tipp 
  • Support-Team zulegen
  • selbst ausprobieren

PS:
Alle Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und juristisch geprüft. Eine Haftung kann für die obigen Inhalte nicht übernommen werden. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Inhalte aufgrund der im konkreten Fall gegebenen Besonderheiten nicht passen.

Um das auszuschließen bitte ich Sie, vor der Anwendung der hier erläuterten Inhalte

  • diese selbst auf Ihren Einzelfall hin zu überprüfen
  • weitere Inhalte von Prof. Richter und Richterschema.de zu lesen,
  • bei Zweifeln diese mit mir in einem persönlichen Gespräch zu klären oder
  • u.a. unsere anderen Partner zu kontaktieren.