In Personaler - Arbeitsrecht

von Prof. Dr. iur. Thorsten S. Richter

 

Lernziele:

  • Hier lernst Du typische Probleme bei der Auswahl der digital aufbereiteten Inhalte kennen!
  • Du wirst sehen, wie Inhalte für einen Blended Learning-Kurs in Kapiteln strukturiert werden können!
  • Gezeigt wird am konkreten Beispiel, wie man Inhalte aufbereiten kann!
  • Du lernst, wie Kapitel aussehen könnten!

Probleme:

  • Man hat sehr, sehr viel Texte, Bilder, Fälle!
  • Man will alles den Teilnehmern vermitteln – kann sich nicht entscheiden, was man weglassen kann!
  • Jedes Thema scheint irgendwie seine eigenen Eigenheiten zu haben, so dass jeder Online-Kurs komplett neu durchdacht und strukturiert sein müsste – das dauert alles ewig lange herzustellen!

Lösungsvorschläge

  • Vom Großen zum Kleinen in 10 Teilen: Schaue Dir Dein Skript, Dein Buch, Deine Vorlesungsvorlage an und teile die Inhalte in maximal 10 Teile auf.

Beispiele: Blended-Learning-Webinar: 10 Schritte zum ersten Blended-Learning-Kurs, Vertragsrecht – die 10 Lebenszyklen eines Vertrages: Vertragsanbahnung, Vertragsschluss, Vertragsgegenstand, Vertragsparteien, etc. über Durchführung bis zur Beendigung

  • Fügen in jedes der 10 Teile Untermodule ein: Denke an ein Inhaltsverzeichnis, wo wie in einem Buchinhaltsverzeichnis aufeinander aufbauend die Buchkapitel und Unterkapitel stehen.

Beispiel: Vertragsrecht – die 10 Lebenszyklen eines Vertrages: 1. Vertragsanbahnung, 2. Vertragsschluss, 3. Vertragsgegenstand, 4. Vertragsparteien, etc. über 9. Vertragsstörungen bis zur 10. Beendigung

  • Suche für jedes Untermodul ein “Ur-Schleim-Thema”, dass immer wieder vorkommt – Methode “Inseln bilden” wie auf einem Baggersee, den man überqueren oder trocken legen will: ein Begriff, eine Checkliste, eine Frage, ein Problem – der sog. “Urschleim”, den Du immer wieder erzählen musst.

Beispiele: Vertrag – Wann liegt ein Vertrag vor? Vertragsschluss – Wie kommt ein Vertrag zustande? Verzug mit der Leistung – Was sind die Folgen eines Leistungsverzugs?

  • Suche den roten Faden bei Deinem ganz persönlichen Erklärstil: fängst Du mit einem Fallbeispiel an? Erzählst du erst die Lernziele? Zeigst Du gleich eine Checkliste?

Beispiel: Nach dem Richterschema werden alle “Mini-Probleme” nach dem gleichen Aufbau präsentiert: Lernziele – Probleme – Lösungsvorschläge für die Falllösung in 7 Schritten – Zusammenfassung – Test

  • Inhalte auf Speicherort eintragen: Speichere nun in einem Dokument die Inhalte zusammen, die Du mit Deinem einheitliches Erzähl-Schema weitergeben möchtest.

Beispiel: Dokument auf Google-Drive speichern, Word-Dokument, etc.

  • Make it snakable, d.h. es werden kleine 5 – 10 Minuten Einheiten, die z.B. das Thema “Online-Kapitel erstellen” gleichmäßig erzählen würdest.

Beispiel: Vertrag – Was versteht man darunter? Fallbeispiel – Lernziel – Problem – Lösungsvorschlag mit 7-Schritte-Richterschema – Zusammenfassung – Test

Zusammenfassung

  • Vom Großen zum Kleinen in 10 Teilen

 

  • Fügen in jedes der 10 Teile Untermodule ein
  • Suche für jedes Untermodul ein “Ur-Schleim-Thema”
  • Suche den roten Faden bei Deinem ganz persönlichen Erklärstil
  • Inhalte auf Speicherort eintragen
  • Make it snakable

 

Test

  • Wieviele Teile sollte eine Lerneinheit maximal haben?

 

  • Welche Speicherorte sind zu empfehlen?
  • Warum ist ein einheitlicher Erzählstil so wichtig?
  • Wie lange sollten die einzelnen Videos maximal sein?

 

PS:
Alle Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und juristisch geprüft. Eine Haftung kann für die obigen Inhalte nicht übernommen werden. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Inhalte aufgrund der im konkreten Fall gegebenen Besonderheiten nicht passen.

Um das auszuschließen bitte ich Sie, vor der Anwendung der hier erläuterten Inhalte

  • diese selbst auf Ihren Einzelfall hin zu überprüfen
  • weitere Inhalte von Prof. Richter und Richterschema.de zu lesen,
  • bei Zweifeln diese mit mir in einem persönlichen Gespräch zu klären oder
  • u.a. unsere anderen Partner zu kontaktieren.